Umstellung
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DAB+ vs. UKW

Technischer Vergleich: Klang, Energiebilanz, Verfügbarkeit

Was für ein Move! Am 30. Juni 2026 war es mal wieder soweit – Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur haben den nächsten Schritt in Sachen Digitalisierung des Rundfunks unternommen. Seit acht Jahren markiert die Jahresmitte den Zeitpunkt für den sogenannten Digital Switchover (DISO), an dem die beiden Deutschlandradioprogramme in ausgewählten Regionen die UKW-Ausstrahlung ihrer Programme beenden und dort komplett auf digitalen Empfang umstellen. Was 2018 mit den Standorten Helgoland ganz im Norden und Mittenwald ganz im Süden begann, ist mittlerweile an insgesamt 95 Sendeanlagen passiert: DAB+ an, UKW aus. Nach dem Schwerpunkt Schleswig-Holstein in 2025 (siehe hierzu auch unsere Sonderseite www.dabplus.de/sh), verteilen sich die Umstellungen in diesem Jahr auf insgesamt 21 Sendeanlagen an 17 Standorten in sechs Bundesländern. Doch was hat es auf sich mit dem Wechsel von UKW auf DAB+? In diesem Artikel fassen wir noch einmal zusammen, wieso DAB+ für Radio so wichtig ist. Heute, morgen und übermorgen.

Was ist DAB+ überhaupt?

DAB+ ist digital-terrestrisches Radio, also digitales Radio vom Sendemast zum Empfängergerät. Es ist der Nachfolger von UKW, dem analogen Radio. DAB+ bietet neben dem klaren, digitalen Klang ohne Internetkosten wertvolle Zusatzdienste, wie elektronische Programmführer, farbige Albumcover, Nachrichten oder Verkehrsinformationen. Bei DAB+ sind die Sendesignale digitalisiert. Das bedeutet auch, dass mehr Sender mit weniger Energie verbreitet werden können. In Ballungsgebieten wie zum Beispiel Berlin können deshalb hundert und mehr verschiedene Radioprogramme gesendet und empfangen werden.

Und UKW?

UKW steht für Ultrakurzwelle und bezeichnet eigentlich nur einen Frequenzbereich, innerhalb dessen Radiosignale ausgestrahlt und empfangen werden können. Dieser liegt zwischen 87,5 und 108 MHz und bietet Platz für maximal 35 Sender – also nicht sehr groß. Die analoge Übertragung des Radios ist somit begrenzt und stößt schon seit Langem an ihre Grenzen. Die verfügbaren UKW-Frequenzen sind alle vergeben, was bedeutet, dass es keine Möglichkeit gibt, über UKW neue Programme auszustrahlen.

Von daher stellen wir nun UKW und DAB+ gegenüber und zeigen Euch die grundlegenden Unterschiede:

Themen UKW DAB+
Senderangebot Begrenzte Anzahl an Frequenzen, knappes Senderangebot, regional maximal ca. 35 moderne Sendetechnik ermöglicht große Programmvielfalt, regional bis zu über 100 Sender
Klangqualität Gut, aber anfällig für Rauschen Klar und rauschfrei
Zusatzinfos nur schriftlich auf LCD-Displays Senderlogos, Musiktitelanzeigen, Album Cover, Moderator:innen-Pics und Wetterkarten
Energiebilanz großer Hardware-Aufwand (1 Antenne pro Sender), hoher Stromverbrauch, 13 Wattstunden pro Gerätestunde effizientere Frequenznutzung (1 Antenne für bis zu 16 Sender), geringerer Energiebedarf, 9 Wattstunden pro Gerätestunde

ASA – Die neue Sicherheitsfunktion über DAB+ Radios

Internationale Krisen, ökologische Katastrophen und Extremwetterereignisse der letzten Jahre haben deutlich gemacht, dass die Bevölkerung besser geschützt werden muss. Das neue System für automatische Sicherheitsmeldungen über DAB+ Radios – der Automatic Safety Alert (ASA) – leistet genau das. Nach mehrjähriger gemeinsamer Entwicklungsarbeit von Radioexpertinnen, Herstellern und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ist der Automatic Safety Alert 2025 vorgestellt wurden.

Das System schützt die Bevölkerung in Not- und Krisenfällen mit verlässlichen Sicherheitsmeldungen im Radio. Hörer:innen profitieren von einem System, das sie auch informiert, wenn Mobilfunk- und Internetverbindung unterbrochen sind. Erste zertifizierte Radios sind im Handel oder über die Hersteller erhältlich. Bundesweit verfügbar ist es voraussichtlich ab Q4 2026.

Die wichtigsten Eigenschaften von ASA im Überblick:

  • Automatisch: ASA-Sicherheitsmeldungen erreichen Hörende zum richtigen Zeitpunkt. Radios auf anderen Sendern oder im Standby können automatisch umgeschaltet werden.
  • Adressgenau: ASA-Standortcodierungen begrenzen die Warnregion auf bis zu 1 km². Mit Standort-Codes gehen Sicherheitsmeldungen nur an Radios in den betroffenen Regionen.
  • Audiovisuell: ASA-Sicherheitsinformationen über DAB+ kombinieren Bild- und Textinhalte mit Klangelementen und verbessern so die Verständlichkeit und Wirksamkeit.
  • Ausfallsicher: ASA schließt Lücken in der Krisenkommunikation und stellt sicher, dass Warnungen zuverlässig ankommen, selbst wenn Mobilfunknetze ausfallen.

Alles rund um ASA finden Sie hier.

Das waren nur einige Informationen rund um die Unterschiede zwischen UKW und DAB+. Falls Ihr noch weitere Fragen habt, dann stöbert doch auf unserer Webseite ein wenig rum.

Die häufigsten Fragen zu DAB+ klären wir in unseren FAQs. Schaut doch mal vorbei!


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